Die Ausstellung der EKD befasst sich in drei Boxen mit den Schwerpunkten: RECHTE – Was sind Menschenrechte? LEBEN – Was haben Menschenrechte mit jedem von uns und unserem Umfeld zu tun? MENSCHEN – Wie kann ich selbst aktiv werden und mich für die Rechte anderer einsetzen? Die Boxen sind betretbar. Der Innenraum lädt ein, innezuhalten, die Perspektive zu wechseln, sich zu reflektieren. In der Box „MENSCHEN“ werden zusätzlich Videoporträts gezeigt, wie Menschen sich in ihrem Alltag für die Rechte anderer einsetzen, was sie antreibt und warum sie trotz auftretender Probleme weitermachen.
Außerdem ist ein Menschenrechte-Turm aus einzelnen Klötzen gebaut. Auf jedem Klotz steht ein Recht aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 und zugleich auch ein Angriff auf das jeweilige Recht. Besucher können selbst einzelne Klötze aus dem Turm herausziehen, oben wieder auflegen und sich so damit auseinandersetzen, wann Menschenrechte in Gefahr sind und wie wir sie schützen können. In der Sakristei hinter der Orgel wird der 10-minütige Kurzfilm „Die Geschichte der Menschenrechte“ gezeigt.
Heeper Konfirmanden wollen sich hiermit befassen. Die Pfarrerin Doris Henning gestaltet einen Gottesdienst zum Thema „Menschenrechte“. Britta Haßelmann, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, spricht am 12. Juli um 19.00 Uhr zu dem Thema „Menschenrechte – Kinderrechte“ .
Während der Ausstellung zeigt die Künstlerin Angelika Schneider von Maydell aus Bielefeld Porträts aus ihrer „Denkmal“-Serie: Persönlichkeiten, die sich furcht- und selbstlos für Bürger- und Menschenrechte eingesetzt haben. Die Ausstellung kann von Gruppen auch außerhalb der Zeiten der Offenen Kirche besucht werden. Dazu sind Anmeldungen im Gemeindebüro (Tel. 330049) notwendig.

Termine:
19.06. um 10.00 Uhr
    
Pfarrerin Doris Henning Gottesdienst zum Thema „Menschenrechte”
12.07. um 19.00 Uhr    
Britta Haßelmann „Menschenrechte – Kinderrechte“
Moderation: Dr. Peter Stuckard

Porträts aus der „Denkmal“-Serie der Malerin Schneider-von Maydell

 

Bis zum 07. August ist die Ausstellung „MENSCHEN.RECHTE.LEBEN.“ der EKD in der Heeper Peter-und-Pauls-Kirche zu sehen. Parallel dazu zeigt die Bielefelder Künstlerin Angelika Schneider-von Maydell Porträts  ihrer „Denkmal“-Serie; Personen, die sich für Bürger- und Menschenrechte eingesetzt haben.

Schneider-von Maydell ist 1952 in Bielefeld geboren. Sie war Meisterschülerin bei Prof. Werner Volkert in Berlin. Nach dem zweiten Staatsexamen blieb sie dort bis 2020 und arbeitete als Kunsterzieherin und freie Malerin. Sie stellte ihre Werke in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen aus, u.a. im Deutschen EXPO-Pavillon in Zaragoza/Spanien 2008 oder „Interventionen“, Auftragsarbeit für die Ausstellung „Embedded Art“ 2009 in der Berliner Akademie der Künste, zuletzt Anfang 2022 in der Ravensberger Spinnerei „Die Neuen 2022“ - BBK-OWL, oder gerade aktuell im Grünen Würfel (Kesselbrink).   „Meine künstlerischen Schwerpunkte sind realistische und Porträt-Malerei. So habe ich eine Galerie von mehr als 200 Porträts in Misch-, Mal- und Schabetechnik auf Ikonen-Goldgrund erstellt, von A bis Z, d.h. von Assange bis Zetkin“, so die Künstlerin. Aus dieser Galerie hat Schneider-von Maydell 10 Werke ausgesucht, die in Form eines Altarbildes im Nordschiff der Kirche ausgestellt sind: Ethel und Julius Rosenberg, Felicia Langer, Lea Tsemel, Vater und Sohn Hernan und Ramon Bedoya, Mutter und Tochter Berta Caceres und Berta Zuniga, Julian Assange und Edward Snowden. Textliche Erläuterungen zu diesen „Helden“ liegen aus. „Jede dieser Persönlichkeit verdient es“, so Schneider von Maydell, „ für ihren furcht- und selbstlosen Einsatz für Bürger- und Menschenrechte gewürdigt zu werden. Deshalb bin ich besonders froh, diese Porträts aus meiner „Denkmal“-Serie begleitend zu der Menschenrechtsausstellung der EKD zeigen zu können.“

Die Ausstellung ist Sonntag bis Freitag während der Offenen Kirche von 15.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Sie kann von Gruppen oder Schulklassen auch außerhalb dieser Zeiten besucht werden. Dazu sind Anmeldungen im Gemeindebüro notwendig (330049). Der Besuch ist kostenfrei. Eingehende Spenden werden für Menschenrechtsprojekte der EKD verwandt. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln.